Wirkungsgrad und Ladeleistung, Verluste beim Laden

  • Aktuell bin ich mir absolut nicht sicher, ob es wirklich die Integration ist, die den Verbrauch (Wakeup aus Standby) verursacht. Hatte mein Pollintervall testweise auf 5 Stunden gestellt, aber selbst da hatte sich der Standbyverbrauch NICHT reduziert, im Vergleich zum 5 Minuten-Poll.

    Das war bei mir genauso und Pollintervall erhöhen hat nicht viel gebracht. Erst mit der Einstellung 'Abfrage deaktivieren' hat der ständige Verbrauch aufgehört (rot markiert).

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    Damit ich weiterhin relativ aktuelle Daten in Home Assistant habe, habe ich mir dort folgende Automation eingerichtet:

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  • Vielen Dank erstmal! Ich habe die Integration KOMPLETT deaktiviert, aber der Surf hat dennoch weiterhin Saft gezogen.

    Kannst mir gerne mal privat schreiben, habe allerdings quasi keine Ahnung von Elektrik etc.

  • Vielen Dank erstmal! Ich habe die Integration KOMPLETT deaktiviert, aber der Surf hat dennoch weiterhin Saft gezogen.

    Kannst mir gerne mal privat schreiben, habe allerdings quasi keine Ahnung von Elektrik etc.

    Ich war eine Woche im Urlaub und hatte den Akku zuvor zum testen auf 100% geladen. Nach der Woche war der Akku bei deaktivierten Abfragen aber den zuvor gezeigten 4 Telemetrieabfragen pro Tag immer noch bei 100%, als ich die erste Fahrt nach dem Urlaub begonnen habe.

  • Ab der Wallbox bis zur tatsächlich nutzbaren Energie aus der Batterie würde ich bei einem modernen Elektrofahrzeug grob mit folgenden Verlusten rechnen:

    Bereich

    typischer Verlust

    Lademanagement / Onboard-Lader

    ca. 2–4 %

    Batterie-Ladeverlust (Innenwiderstand etc.)

    ca. 3–6 %

    Balancing

    ca. 0–1 %

    Batterieheizung/-kühlung beim Laden

    ca. 0–5 %

    Entladeverlust der Batterie

    ca. 3–5 %

    Summe

    ca. 8–20 %

    Für den BYD Dolphin Surf würde ich als praxisnahen Wert ansetzen:

    Wallbox → Batterie: etwa 90–94 %

    Batterie → Motor/Antrieb: etwa 93–96 %

    Damit ergibt sich Wallbox → Antrieb insgesamt etwa 84–90 %.

    Bei normalen Temperaturen und moderater Ladeleistung würde ich eher mit ~88 % Gesamtwirkungsgrad rechnen.

    Bei Kälte kann es deutlich schlechter werden, weil die Batterie zunächst beheizt werden muss. Beim AC-Laden mit geringer Leistung kann außerdem der Eigenverbrauch des Fahrzeugs stärker ins Gewicht fallen.

    Wichtig: Balancing ist normalerweise kein großer Posten. Bei einer gut ausbalancierten Batterie liegt der Verlust praktisch bei null; problematisch wird es erst, wenn die Zellen am oberen Ladeende länger angeglichen werden.


    P. S. Steht bereits so ähnlich im ersten Post des Thread. Lesen lohnt sich. 🫢

  • Also war 14 Tage in Spanien und es war 1 Prozent weg bei Akku wie ich wieder kam

  • Ab der Wallbox bis zur tatsächlich nutzbaren Energie aus der Batterie würde ich bei einem modernen Elektrofahrzeug grob mit folgenden Verlusten rechnen:

    Fürchte. das ist nicht ganz so einfach, da zu viele Faktoren hier einen Einfluss haben. Habe für meinen Dolphin (kein Surf) hier eine Simulation gemacht, wo Temperatur, Reifendruck, Luftdruck, Luftfeuchte, Fahrstrecke, Ladeleistung, Innenwiderstand der Batterie etc. alles eingeht. Die Simulation stimmt da so recht gut mit den gemessenen Werten überein. Solange die Außentemperatur über 10°C und nicht höher als 35°C ist, sollte beim normalen Dolphin das Temperaturmanagement für die Batterie kaum Zusatzverbrauch machen. Bei tiefen Temperaturen macht der Innenwiderstand der Batterie erst merkbaren Einfluss, sonst sind die Verbrauchstreiber vorwiegend die Zusatzaggregate die da laufen. Man muss bei der Effizienz zwischen Fahrverbrauch und Ladeverhalten genau unterscheiden. Während man für das Ladeverhalten gute externe Messwerte bekommt (externe Leistung über Zeit) gibt es keine verlässlichen Angaben über den Fahrverbrauch. Die Werte aus der EC-database dürften da etwas zu wenig anzeigen, möglich, dass da ein paar Zusatzverbraucher nicht erfasst sind.

    Hier ein Beispiel: Für 250km konstant mit 100km/h bei 20°C Außentemperatur 990hPa Luftdruck mit 30% relative Feuchte und 2,6bar Reifendruck ergibt sich für mein Fahrzeug ein Verbrauch ab Batterie von 15,81kWh/100km. Unter gleichen Bedingungen Kurzstrecke von 20km ändert sich nichts. Hauptverluste sind dabei Luftwiderstandsleistung mit 8,8kW, Rollwiderstandsleistung 4,3kW, Verlustleistung Antrieb 1,4kW, Verlust durch Nebenaggregate 1kW, Batterieverluste 0,3kW. Werden diese 250km bei -10°C Außentemperatut ohne Kabinenheizung (also keine zusätzlichen Verbraucher) durchgeführt, so steigt der Verbrauch auf 24,8kWh/100km. Die Verluste sind dabei Luftwiderstand 9,9kW, Batterie 5,3kW, Rollwiderstand 4,9kW, Antrieb 2,4kW, Nebenaggregate 1kW und zusätzlich benötigte Batterieheizung am Beginn der Fahrt um die Batterie auf mindestens 10°C zu bringen. Bei Kurzstrecke mit 20km erhöht sich der Verbrauch auf sagenhafte 42kWh/100km, da viel Energie für die Batterieerwärmung aufgeht.

    Das Ladeverhalten ist dagegen recht einfach, da bei geringer Ladeleistung (2,3kW) kein Thermomanagement der Batterie stattfindet. Um die 250km bei 20°C nachzuladen ergibt sich ein Ladeverbrauch von 20,4kWh/100km, Hauptverlust dabei ist die benötigte Fahrzeugleistung (Lademanagement etc.) von 0,4kW und Ladeverluste von ca. 6%. Bei tiefen Temperaturen ändert sich nicht so viel, weil der Anstieg des Innenwiderstandes der Batterie bei den geringen Ladeleistungen keine große Rolle spielt.

    Die Simulation ist auf mein Fahrzeug optimiert, gilt aber auch für alle anderen EVs, so nur die richtigen fahrzeugspezifischen Parameter eingegeben werden.

    Herzliche Grüße, peter

  • In der Grundtendenz stimmt die Aussage des Artikels mit meinen Beobachtungen überein, im Detail suggeriert der Artikel aber ein nicht ganz richtiges Bild. Bei meinem Dolphin liegt der Fahrzeugverbrauch (12V System) während des Ladens bei ca. 0,4kW, unabhängig ob AC oder DC und unabhängig von der Ladeleistung. Dies macht natürlich bei höheren Ladeleistungen einen prozentual geringeren Verlust aus, da diese ladeunabhängige Leistung dann kürzer gebraucht wird; steht auch so im Artikel. Die Verluste der Gleichrichtung sind da eher gering (man kann für die Gleichrichtung von einem Spannungsverlust von ca. 0,6V ausgehen, bei 230V deutlich unter 1%). Was aber benötigt wird ist noch eine DC-DC Wandlung, welche die Spannung an die Batterie anpasst, die wird die größeren Verluste machen (bei mir ca 6%). Das gilt aber auch für die DC Ladesäule, nur ist da der Verlust schon vor dem Energiezähler, wenn dieser die tatsächlich abgegebene Energie anzeigt, die kWh ist daher auch schon preislich höher angesetzt um diese Verluste auszugleichen.

    Mein Fazit: Egal ob AC oder DC der Verlust geht mit der Ladezeit durch den Verbrauch der aktivierten Aggregate im Fahrzeug und der Spannungsanpassung an die Batterie durch Spannungswandler (ca 5-10%). Unterschied bei DC Ladesäule ist nur, dass der Spannungswandler in der Säule sitzt und im Preis inkludiert ist. Die Gleichrichtung selbst hat da eigentlich keinen nennenswerten Beitrag. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern sehe ich da eher in den bei der Ladung laufenden Zusatzaggregaten (Entertainment mit Filmen und Spielen z.B.) und weniger in den Verlusten der Spannungsanpassung, außer man hat hier die Leistungselektronik komplett vermurkst. Wie die Hersteller mit dem Thermomanagement der Batterie umgehen scheint auch noch variables Potential zu besitzen, abhängig wie man Lebensdauer gegen Kosten und Schnellladefähigkeit abwägt.

  • Hier mal ein neuer Punkt, der mir heute aufgefallen ist. Als ich das Auto gestern Abend ans Ladekabel angesteckt habe, hatte der Akku um 22:00 Uhr noch einen Stand von 39 %. Weil bei uns der Strom von 10 bis 16 Uhr billiger ist, habe ich in der BYD App eingestellt, dass nur in diesem Zeitraum geladen werden soll. Als das Laden heute um 10 Uhr begann, betrug der Akkustand nur noch 37 %, also 2 % weniger in nur 12 Stunden, was damit zusammenhängen könnte, dass ich das Auto mit der Wallbox verbunden hatte.
    Ist euch so etwas auch schon aufgefallen?

  • Hier mal ein neuer Punkt, der mir heute aufgefallen ist. Als ich das Auto gestern Abend ans Ladekabel angesteckt habe, hatte der Akku um 22:00 Uhr noch einen Stand von 39 %. Weil bei uns der Strom von 10 bis 16 Uhr billiger ist, habe ich in der BYD App eingestellt, dass nur in diesem Zeitraum geladen werden soll. Als das Laden heute um 10 Uhr begann, betrug der Akkustand nur noch 37 %, also 2 % weniger in nur 12 Stunden, was damit zusammenhängen könnte, dass ich das Auto mit der Wallbox verbunden hatte.
    Ist euch so etwas auch schon aufgefallen?

    Hattest du das Auto abgeschlossen während es angesteckt war? Werde bei Gelegenheit mal beobachten wie es sich bei uns verhält.

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