BYD Dolphin laden - Verbrauch - Reichweite Autobahn Überland Stadt - Winter - Ladekurve BYD.

  • Nachdem immer wieder die Frage nach den Ladeverlusten auftaucht, habe ich einmal den Energieverlust zwischen Laden und Fahrzeugverbrauch gegen die verwendete Ladezeit über die letzten Monate angeschaut. Idee dahinter ist, dass die Verluste vorwiegend über den zusätzlichen Verbrauch des Fahrzeuges während des Ladevorganges entsteht, den ich schon einmal mit ca. 600 Watt abgeschätzt habe. Habe daher Interwalle von unterschiedlicher Länge mit unterschiedlichen Ladezeiten auf 100% angeschaut. Die in diesen Interwallen verbrauchte Energie des Fahrzeuges wurde über sämtliche Fahrten aus der internen Fahrzeugaufzeichnung (EC-database.db) ermittelt, die hineingeladene Energie aus der Summe aller extern gemessenen Ladeenergien in diesem Intervall. Trägt man die Differenz gegen die insgesamte aufgebrachte Ladezeit auf, sollte ein linearer Verlauf zeigen, mit welcher mittleren Leistung das Fahrzeug während des Ladevorgangs Energie verschluckt. Tatsächlich ergibt sich ein recht guter linearer Zusammenhang und daraus eine mittlere Verlustleistung von 570 Watt.

    Mit herzlichen Grüßen, peter

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  • Hat eigentlich schon mal jemand die Verdunstungsverluste beim Benziner gemessen? :/


    wurde da auch so ein Thema daraus gemacht wie beim Elektro-Auto? :)

    Ich finde es schon interessant zu sehen, wie hoch anteilmäßig der Eigenverbrauch des Auto, beim Ladevorgang ist.
    Gerade wenn ich über die einfache Steckdose mehrere Stunden lade macht sich das preislich auf die kWh erheblich bemerkbar.
    Kann man diese Angaben auch auf den Dolphin Surf beziehen?

  • Beim hier ermittelten Eigenverbrauch von 570 Watt sind natürlich alle Verluste inkludiert, also Eigenverbrauch beim Laden, Ladeverluste und Batterieverluste. Es wird recht kompliziert dies alles getrennt zu betrachten und es fehlt da auch an nötigen Daten. Habe hier einmal nach den verwendeten Ladeleistungen geschaut, einmal Schnelllader mit gemittelt 30kW (Punkt unter einer halben Stunde im Diagramm) und ca. 2kW bei Laden an der Steckdose. Mit einem angenommenen Verlust von ca. 8% der Ladeleistung und einem Eigenverbrauch von 420 Watt lassen sich die Messwerte recht gut simulieren. Die 420 Watt passen ganz gut zu den gemessenen 2,26kW Ladeleistung und der im Fahrzeug angezeigten 1,8kW interner Ladeleistung. Bei den 8% sind nicht nur die prozentualen Verluste der Ladeelektronik, sondern auch die Batterieverluste zwischen Laden und Entladen inkludiert. Diese werden mit einem Innenwiderstand der Batterie am zweckmäßigsten beschrieben, den ich mit ca. 0,2 Ohm ermittelt habe (Batterietemperatut ca. 20°C). Bei einer Belastung der Batterie von ca. 2kW macht das nur ca. 0,25% aus, bei 30kW ca. 3,85%. Das ändert sich dramatisch bei tieferer Temperatur, wenn der Innenwiderstand in die Höhe geht. Bei etwas über 0°C habe ich da ca. 0,9 Ohm ermittelt. Dann werden die Batterieverluste schon recht signifikant, bei 2kW Belastung ca. 1,1% und bei 30kW Belastung schon 25,3%. Damit wären wir auch schon beim ursprünglichen Thema dieses Threads. Alle anderen Verluste können wahrscheinlich als recht temperaturunabhängig angenommen werden.


    Hat eigentlich schon mal jemand die Verdunstungsverluste beim Benziner gemessen? :/


    wurde da auch so ein Thema daraus gemacht wie beim Elektro-Auto? :)

    Beim Benziner wird das Verdunsten durch ein geschlossenes System mit Aktivfilter gemacht. Es wird nur bei Fehlfunktion eines Überdrucks Benzindampf an die Umgebung abgegeben, mehr aus Umweltgründen als aus Effizienz. Da bei einem Verbrenner bereist ca. 2/3 der Energie an die Umgebung als Verlustwärme abgegeben werden, sind da schon die Verluste so hoch, dass eine weitere Diskussion wie hier beim EV um einige 100 Watt kaum sinnvoll ist.


    Herzliche Grüße, peter

    P.S. Es handelt sich da um Daten vom eigenen Fahrzeug, wird aber sehr ähnlich auch bei anderen EVs sein, auch beim Surf, wo Elektronik und Batterie wahrscheinlich recht ähnlich sind. Hoffe, dass mit neueren Modellen die Effizienz sich sicher verbessern lässt.

  • Nachdem immer wieder die Frage nach den Ladeverlusten auftaucht, habe ich einmal den Energieverlust zwischen Laden und Fahrzeugverbrauch gegen die verwendete Ladezeit über die letzten Monate angeschaut. Idee dahinter ist, dass die Verluste vorwiegend über den zusätzlichen Verbrauch des Fahrzeuges während des Ladevorganges entsteht, den ich schon einmal mit ca. 600 Watt abgeschätzt habe. Habe daher Interwalle von unterschiedlicher Länge mit unterschiedlichen Ladezeiten auf 100% angeschaut. Die in diesen Interwallen verbrauchte Energie des Fahrzeuges wurde über sämtliche Fahrten aus der internen Fahrzeugaufzeichnung (EC-database.db) ermittelt, die hineingeladene Energie aus der Summe aller extern gemessenen Ladeenergien in diesem Intervall. Trägt man die Differenz gegen die insgesamte aufgebrachte Ladezeit auf, sollte ein linearer Verlauf zeigen, mit welcher mittleren Leistung das Fahrzeug während des Ladevorgangs Energie verschluckt. Tatsächlich ergibt sich ein recht guter linearer Zusammenhang und daraus eine mittlere Verlustleistung von 570 Watt.

    Mit herzlichen Grüßen, peter

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    Verstehe ich das richtig, du hast einmal 62 Stunden lang den BYD geladen und dabei sind 38 kWh verloren gegangen? Wie viel wurde denn in den 62 Stunden effektiv in den Akku geladen bei 38 kWh Verlust?

  • Da sind auch mehrfache Ladungen dabei, nicht immer bis 100%. In diesem Fall waren es genau 148kWh in 10 Ladevorgängen, die mittlere Ladeleistung war 2,3kW. Bei dieser langen Zeit waren die Verluste bei ca. 25% und kommen vorwiegend vom Fahrzeugverbrauch des Fahrzeuges beim Laden.

  • Habe mit den bisherigen Daten eine kleine Excel-Tabelle gemacht, welche die Reichweite für Geschwindigkeit und Temperatur abschätzt. Die Werte in den gelben Feldern kann man eingeben, alle anderen werden berechnet. Damit kann man auch andere Batteriegrößen etc. Spannungen und Elektronikverluste eingeben. Die benötigte Antriebsleistung ist allerdings auf die Fahrzeugform beschränkt (Luftwiderstand, Rollwiderstand, etc.) Bei der Standleistung sind üblicherweise 1kW für die notwendigen Aggregate zu nehmen, falls Heizung oder Klima genommen werden muss da bis 4kW eingegeben werden. Denke, dass dies auch die Frage nach dem Winterverbrauch beantwortet.

    Viel Spaß für die, welche daran interessiert sind, peter

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