Die PDI im Hafen (Der "Werks-Check")
Wenn dein Dolphin vom Schiff rollt, ist er wochenlang extremer Seeluft, Salz und Temperaturschwankungen ausgesetzt gewesen. Die PDI im Hafen ist eine technische Qualitätskontrolle im Auftrag des Herstellers. Hier geht es um Folgendes:
- Transportschäden aufdecken: Hat das Auto Beulen oder Kratzer von der Schiffsüberfahrt? Das muss sofort dokumentiert werden, bevor der Spediteur haftbar gemacht wird.
- Transportsicherungen entfernen: Die Autos werden für den Transport elektronisch in einen "Schlafmodus" (Transportmodus) versetzt und mechanisch an den Federn blockiert, damit sie auf dem Schiff nicht schaukeln. Das wird im Hafen deaktiviert.
- Kritische Updates: BYD spielt hier oft direkt am PC die neuesten, sicherheitsrelevanten Steuergeräte-Updates auf, die erst während der Schiffsreise freigegeben wurden.
Die Aufbereitung beim Händler (Das "Kunden-Finish")
- Der Händler bekommt das Auto danach per Lkw geliefert. Er macht nicht noch einmal die technische Grundabnahme, sondern bereitet den Wagen exklusiv für dich vor:
- Kosmetik & Reinigung: Die Autos sind im Hafen oft noch mit dicken weißen Schutzfolien beklebt und voller Staub. Der Händler wäscht das Auto, poliert es und reinigt den Innenraum.
- Lokale Anpassungen: Der Händler legt die deutschen Handbücher ins Handschuhfach, packt Fußmatten hinein, montiert deine Kennzeichenhalter und stellt die Systemsprache sowie das Navi auf Deutsch ein.
- Rechtliche Absicherung: Der Händler unterschreibt bei der Übergabe an dich, dass das Auto mängelfrei ist. Da er dafür haftet (Gewährleistung), wirft der Meister in der Werkstatt immer einen letzten Blick auf den Reifendruck und die Flüssigkeiten.
Kurz gesagt: Die PDI im Hafen macht das Auto fahrbereit und prüft die Technik. Der Händler macht das Auto schick, individualisiert es für dich und sorgt für die Übergabe. Ohne die PDI dürfte der Händler das Auto rechtlich oft gar nicht anrühren; ohne den Händler würdest du ein dreckiges, foliertes Auto im Transportmodus bekommen.