Es besteht sicher kein Zweifel, dass technologische Fortschritte da erzielt werden, aber prinzipielle physikalische und chemische Grenzen bleiben bestehen. Daher sind die Fortschritte in der Zellfertigung auch nur im Prozentbereich, wie ja auch in dem von Dir zitierten Artikel hervorgeht. Werbetechnisch wird dies natürlich so dargestellt, als ob exorbitante Fortschritte und ein Durchbruch in eine neue Ära geschafft worden wäre. Dabei muss man aber aufpassen, ob sich alle angegebenen Werte auf die gleichen Bedingungen beziehen. Die Verringerung des Kapazitätsverlustes um 2,5% würde ich im günstigsten Fall als eine Garantie von 72,5% Restkapazität in 8 Jahren interpretieren, im ungünstigsten Fall als 2,5% von 30, also einem Kapazitätsverlust auf 70,75% in 8 Jahren, anstelle von 70%, wahrscheinlich bei den gleichen Bedingungen wie bei der alten Batterie und nicht bei ständigem Laden mit 3 C. Ich freue mich auch über die Verbesserungen die erzielt werden, sehe aber den Fortschritt eher in einer längeren Lebensdauer bei gleichbleibender schonender Behandlung der Batterie und weniger Verlusten beim Laden/Entladen, dies ist aber derzeit nicht so marktrelevant.
Beiträge von peter2023
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Zitat
Wo steht, dass das auf die Lebensdauer der Batterie geht?
Es ist ein generelles Problem aller Akkus, dass hohe Stromdichten an den Elektroden irreversible Schäden anrichten. Man könnte zwar meinen, dass wenn man zu höheren Spannungen geht man mit geringerem Strom zum Laden und Entladen auskommt, das gilt aber nicht für die Stromdichten, also Strom pro Fläche, wenn man nicht die Kapazität der Batterie erhöht. Üblicherweise werden Kapazitäten der Akkus für z.B. 0,1 C angegeben, d.h. für Lade- Entladeströme von 1/10 der Nennkapazität, also ein 50 Ah Akku mit nur 5A betrieben. Geht man dann zu 10 fachen Werten, also 1C, dann sinkt die Kapazität und die Zyklenfähigkeit. Dies findet man in den Datenblättern der verschiedensten Zellenhersteller. Wir als Anwender im PV und EV Bereich haben da normalerweise keinen Einblick in solch detaillierte Datenblätter, aber man erkennt dies bei den Garantiebestimmungen. Ein 12kWh Akku als PV Speicher (ebenfalls chinesischer LFP Akku) wird mit 3kW maximal geladen und entladen, also 0,25 C, bei einer Garantie von mindestens 80% Kapazität nach 10 Jahren. Unser 60kWh Akku im EV bekommt aber nur 8 Jahre bei 70%, limitiert auf ca. 80 KW Ladeleistung und nur kurzfristige volle Leistung von 150 kW, also bei ungefähr 1C bis kurzfristigen 2,5 C. Die höhere Spannung bei gleicher Zellchemie hilft nur bei der Leistungselektronik die Stromstärke zu senken und Kabelquerschnitte gering zu halten. Um 470 km in 5 Minuten zu laden bräuchte es eine Kapazität mit12-facher Reichweite um mit nur 1 C zu laden. Meiner Kenntnis nach sind die Grenzen der LFP Akkus bei 3-5 C (bei deutlich verringerter Kapazität und Zyklenfestigkeit), man braucht da also schon eine Batterie mit einer Mindestreichweite von ungefähr 1400km um noch vernünftige Garantiebedingungen anbieten zu können.
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Bin da gar nicht so begeistert bei dem derzeitigen Wettlauf um kürzeste Ladezeiten. Natürlich will man für eine Fahrt nur möglichst kurze Unterbrechungen, aber dies sollte nicht auf die Lebensdauer der Batterie gehen. Ein System von normierten Batteriemodulen die bei einem "Boxenstopp" schnell ausgetauscht werden, halte ich für sinnvoller. Die Batteriemodule können dann schonend geladen werden und dabei als Stromspeicher für das Netz genutzt werden.
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Nehme ich die 14S * 9 = 126 Zellen Akkupack Variante als gegeben hin
Also im Video ist es tatsächlich eine 14*9 = 126 Serienanordnung in 9 Gruppen zu je 14 Zellen. Ein BMS- Modul in der Mitte ist geteilt, weshalb man meinen könnte es wären 10 Module. Leider kenne ich da nicht die genaue Version des Atto 3 entsprechend Reichweite und Gesamtkapazität.
Bei meinem Dolphin BJ 2023 mit der angegebene 60,4kWh Batterie gehe ich von 10 Modulen zu je 12 Zellen aus, also insgesamt von 120 Zellen in Serie. Das ergibt sich aus den mit CarScanner ausgelesenen Daten. Diese liefern Maximal- und Minimalwerte von Zellspannungen für 10 Blöcke, wobei die maximale bisher gefundene Zellnummer innerhalb eines Blockes 12 ist. Die vom Hersteller angegebene ursprüngliche Kapazität wird dabei mit 153,4Ah ausgelesen, also offenbar 150 Ah Zellen 120 in Reihe. Mit einer mittleren Spannung von 3,36V einer LFP Zelle käme man dann auf eine Gesamtspannung von 403,2V und einen Energieinhalt von ca. 62 kWh. Die Leerlaufspannung der Batterie erhält man ebenfalls mit CarScanner aus einem Lastprofil, bei mir waren das 407,86V bei SOC 37,8% und 417,63 bei SOC 99,8%.
Vielleicht helfen diese Werte ein wenig um die Batterie etwas besser zu verstehen, allerdings beruht die Verlässlichkeit auf CarScanner, wie er die Werte aus dem BMS ausliest.
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Habe leider nicht herausgefunden was genau die ADAS Version ist, aber sicher nicht der Surf. Von der Anordnung der Einfüllstutzen und den angegebenen Massen könnte es passen.
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Hat es jemand schon damit probiert?
Für BYD Dolphin ADAS Version 2025, Auto-Frontkoffer-Organizer-Box, Aufbewahrungsbox, Vorderfach, Auto-Aufbewahrungszubehör, linke Ruder - AliExpressSmarter Shopping, Better Living! Aliexpress.comde.aliexpress.comSoweit ich herausgefunden habe soll das in China 2025 gelieferte Modell dem bereits 2023 nach Europa entsprechen?