Habe unlängst mit einem HPC meinen Dolphin BJ 2023 60,4kWh von 84% auf 100% vollgeladen und dabei die Batteriedaten angeschaut. Leider habe ich erst kurz nach Ladungsbeginn die Aufzeichnung gestartet, war da eher am Verhalten bei Ladungsschluss interessiert. Einige Minuten nach Aufzeichnungsbeginn habe ich das Fahrzeug eingeschaltet, da der Dolphin lautstark mit Hupen protestierte, dass bei ausgeschaltetem Fahrzeug jemand drinnen sitzt. Laut Ladesäule wurden 11,701 kWh geladen, die eigene Aufzeichnung ergab 10,025 kWh bzw. 23Ah. Der Ladeschluss wurde mit einer maximalen Zellspannung von 3,73V erreicht und bei überschreiten von 3,75V abgeschaltet.
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Beim Start zeigte die Ladesäule 90kW Ladeleistung an, die aber bald reduziert wurde. Den Ladeverlauf sieht man am besten im Stromverlauf. Mit fast 133A Anfangsstrom reduzierte sich der Strom auf etwas über 75A um dann bei 98,5% SOC (maximale Zellspannung) auf 20 A abzufallen. Bei einer Batteriekapazität von ca. 150Ah entspricht dies einem maximalen Ladestrom von etwas unter 1 C, dann dauerhaft von ca. 0,5 C, die restlichen 1,5% mit 0,13 C für die Restladung.
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Auch wenn die ersten 2% SOC des Ladevorganges nicht aufgezeichnet wurden, kann die Effizienz insofern abgeschätzt werden, als der Strom aus der Batterie nach Beendigung der Ladung bei 1,4 A lag, was ca. 600 Watt entspricht. Bei 20 Minuten Ladezeit kann daher der eigene Fahrzeugverbrauch mit 0,2kWh abgeschätzt werden. Da hier laut Aufzeichnung 14% SOC 23Ah entsprechen sind in der Aufzeichnung ca. 2% also ca. 3,3Ah verloren gegangen, was bei einer Batteriespannung von 434 V (Spannung bei Ladungsbeginn) ca. 1,4kWh entspricht. Das macht dann einen Unterschied von 11,7kWh Ladesäule zu 11,4kWh Batterieladung, also 0,3kWh was etwa 2,5%, was gar nicht so schlecht ist. Die Batterietemperatur lag während des Ladevorganges bei 28 bis 32°C, also auch recht optimale Bedingungen (Außentemperatur war ca. 20°C). Der Fahrzeugverbrauch während des Ladevorganges ist nicht unerheblich, was zu deutlich höheren Verlusten bei geringer Ladeleistung führt (z.B. Haushaltsstecker mit ca. 2kW Ladeleistung) Werte von ca. 0,5C Ladestrom sind da, was ich von anderen LFP Zellen kenne, sicherlich nicht allzu schadend. Die garantierte Lebensdauer wird wahrscheinlich der Grund sein, warum die Ladeleistung auf ca. 33kW gedrosselt wird. Die Zellschlussspannung von über 3,75V kommt mir da recht hoch vor, bei anderen LFP Zellen steigt über 3,4V die Zellspannung schon stark mit weiterer Ladung an, sodass man meist die darüber hinausgehende Ladung zum Balancing verwendet um dann bei 3,5 V abzuschalten. Hier dürfte das Balancing wahrscheinlich bei 3,72V einsetzen.