Das Leistungslimit wird nicht vom Auto selbst kommen, sondern eher vom BMS (Batteriemanagementsystem, wird bei nahezu allen Li-Ion-Akkus genutzt). Es wird halt ein LFP-Akku genutzt. LFP-Zellen haben eine sehr flache Spannungskurve. Unter hoher Last + niedriger SOC kann die Zellspannung kurzzeitig unter die Schutzschwelle fallen, das BMS reduziert dann die Leistung. Hinzu kommt die Temperatur, LFP hat halt ein anderes Kälteverhalten als bspw. NMC oder NCA: Kalte LFP-Zellen + niedriger SOC = BMS greift früher ein. Hinzu kommt dann noch die Eventualität der Kalibrierung. Wenn der SOC nicht sauber kalibriert ist, kann das BMS „zu früh" eingreifen. Bei LFP's ist SOC-Berechnung bekanntlich nicht perfekt. Bei LFP-Akkus lässt sich der tatsächliche Füllstand nicht direkt messen. Der angezeigte Wert ist immer das Ergebnis einer Berechnung. Üblicherweise orientiert sich das System an der Zellspannung, berücksichtigt aber zusätzlich Faktoren wie Temperatur, Stromaufnahme bzw. -abgabe und das bisherige Ladeverhalten. Je öfter der Akku vollständige Ladezyklen durchläuft, desto präziser kann diese Einschätzung werden. Der SOC ist halt eine rechnerische Annäherung und kann daher um mehrere Prozent vom realen Zustand abweichen. Gelegentliche Sprünge oder Anpassungen sind daher völlig normal. Das ganze ist auch der Grund, warum Tesla bei den LFPs empfiehlt, den Akku einmal pro Woche auf 100% zu laden. In Foren hats schon welche gegeben, die mit 6% SOC halt dann doch stehen geblieben sind, da zu lange nicht kalabriert wurde (bei Tesla kann man ja das Ladelimit einstellen). Ergo: probiert das ganze nochmal im Hochsommer aus, wenn der Akku seine Wohlfühltemperatur von 20°C bis 40°C hat, dann ist der Temperaturfaktor nämlich schon mal raus aus der Betrachtung.